Petting am Waginger See

Geschichtliche Entstehung in großen Zeitabschnitten
zusammengefasst von Nikolaus Mayr


Eiszeit

Die schöne Landschaft südlich des Waginger Sees ist ein Relikt der letzten Eiszeit. Vor etwa 18000 Jahren schob sich schier unaufhaltsam ein riesiger Eisberg von den Tauern kommend Richtung Norden. Die Würmeiszeit war da!

Im Gebiet des heutigen Salzburg teilten sich die Eismassen, die eine Höhe von etwa 1100 Meter erreicht hatten. Fünf Eisberge, wie die Finger einer riesigen Hand schoben sich vorwärts und formten so unsere Landschaft.

Die Eismasse in der Mitte wanderte in cirka 5000 Jahren über das Land wo heute Petting liegt hinweg und war da noch 700 Meter hoch. Durch seine Süd-Nord Bewegung ist eine Moränenlandschaft entstanden, wie z.B. die Streulacher- oder die Mandelberg Moräne.

Vor 13000 Jahren dann änderte sich das Klima, es wurde wärmer und die Kraft der Eisberge erlahmte. Schließlich blieb der Eisriese bewegungslos im Bereich des Waginger Sees liegen.

Die Endmoränen bei Tettenhausen und Tengling sind heute noch stumme Zeugen.
Das Eis schmolz im Laufe von Hunderten von Jahren und das Schmelzwasser formte den Waginger See.

Das Eis lies in Petting und Umgebung einen sehr unterschiedlichen Boden zurück. War es in Schönram und Petting-Dorf eine meter-dicke Kiesschicht, so war es im heutigen Gebiet des Schönramer Filzes eine Wasser undurchlässige Lehmschicht. Nur dadurch konnten Torfmoose wachsen.